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jazz - Die Unterschiede, seinen sie nun in der Natur, der Tiere, in der Art der Menschen, im Bau der Haeuser, der Strassen der Staedte oder im Klima, all diese Unterschiede lassen sich in Mexico der jeweiligen geographischen Lage zuordnen. Jetzt, wo ich auch mit der Golfkueste im Sueden des Landes, mit dem Landesinnern im Sueden (Durchquerung Mexicos von Acayucan nach Juchitan de Zaragoza) und der Pazifikkueste im Sueden Richtung Guatemala bekannt bin, wage ich dies zu behaupten.
Die Menschen in den abgelegeren Doerfern, etwa im Norden Zentralmexicos oder an der Golfkueste, sind scheuh aber trotzdem neugierig. Parkieren wir unsere Motorraeder an einer Strasse in einem Dorf (Dorf heisst ein Kiosk und einige Fruechtestaende an der geteerten Hauptstrasse, von welcher Sandpfade, etwa 4 auf jede Seite, nach hinten fuehren, wo an die 300 Menschen leben), dann kommen alle und staunen, ja glotzen. Sie wahren 5m Abstand und fangen selten ein Gespraech an. Auch der Dorfpolizist kommt lugen, sagt aber nichts. Auch untereinander kein Getuschel. Nach etwa 20 Minuten sind wir wieder alleine. In den Staedten ist dies etwas anders. Fahren wir ueber den Dorplatz (in jeder richtigen mexikanischen Stadt hat es einen Dorfplatz, eine weisse Kirche, einen Frischmarkt und eine Hauptstrasse gezaeumt von diversen, kleinen, farbigen Haeusern mit Spezialgeschaeften), fahren wir also an einem dieser Orte vorbei, so schauen sie zwar auch, aber viel weniger interessiert: irgendwie professioneller, denn das Herumsitzen und Schauen will hier gelernt sein... . Die Vegetation und das Klima habe ich am Golf viel tropischer erlebt als an der Pazifikkueste. Je weiter suedlich wir am Pazifik kamen, je haeufiger wurden die Gewitter. Ja, wir naehern uns dem Aequator und befinden uns in tropischen Klima... . Ich fuer meinen Teil hoffe ja, die Tiere behalten noch moeglichst lange Fell und Beine! Doch wenn ich an die zahlreichen Echsen denke, die schon jetzt schnell ueber die Strasse huschen, wenn wir anfahren, dann habe ich da wenig Hoffnng.
Bis jetzt hatten wir noch keinerlei Probleme mit Behoerden, Beamten oder Einheimischen. Ich glaube, das kommt daher, dass Phil und ich uns wirklich Muehe geben, den Menschen hier mit Respekt aber auch mit einer guten Portion Selbstbewusstsein zu begegnen. Ich will mich an die Regeln und Gewohnheiten hier halten. Ich bezahle auch gerne den Touristenpreis fuer das Brot; aber schon hier wird es kritisch. Alles hat Grenzen und Phil und ich haben schon die eine und andere Feilscherei hinter uns. Wir hatten auch schon ein Visitenkaertchen an unseren Motorraedern vom Lokalen Radio- ob wir fuer ein Interview bereit seien. Wir mussten ablehnen, da unser Spanisch dem Erlebten nie gerecht werden koennte. Je naeher wir der Grenze zu Guatemala kommen, auf umso mehr Militaer treffen wir. Immer mal wieder eine Kontrolle mit bis auf die Zaehne bewaffneter Soldaten. Bis jetzt wurden wir immer mit dem Sturmgewehr vorbeigewinkt. An diesen Anblick muss ich mich erst noch gewoehnen.
Die letzten Kilometer an die guatemalische Grenze fuhren wir auf der Zahlstrasse.
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