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phil - Mit dem Grenzuebertritt nach Mexico wechselt das Strassenbild markant. Ein grosser Teil der Bevoelkerung geht zu Fuss, faehrt auf Fahrraedern, reitet auf Eseln, Pferden oder auf der Ladeflaeche von Pick-Ups. Letztere teilweise so zahlreich, da wuerden wahrscheinlich auch die Konstrukteure des Herstellers ins Staunen kommen, wenn sie saehen, wieviele Personen da Platz haben, und das Mobil faehrt dann auch noch.
Im folgenden aber explizit Marken, Modelle, nuechterne Beobachtungen und keine soziokulturelle Detailstudie. Kurze Saetze, viel Infos, bitte angurten. Mexico: Auch hier viele Pick Ups, hier jedoch sehen sie aus, als ob sie gebraucht werden. Marken wie beim noerdlichen Nachbarn, also vorwiegend Chevrolet, Ford, Dodge. Im Schnitt ziemlich alt, laut und stinkig. Bei Mittelklasse und Kleinwagen ein sehr bekanntes, europaeisches Strassenbild. Viele VW, natuerlich der liebliche, in Mexico immer noch produzierte Kaefer. !!!Stop, dieser Satz ist Geschichte! Vor ca. 10 Tagen wurde die Produktion des Kaefers auch in Mexico eingestellt! Herbie forever! Daneben Golf und Polo, der hier aber Pointer heisst. Auch ein VW Jetta ist oft zu sehen, das ist so was wie ein Golf mit Stufenheck. Entgegen Nordamerika sind franzoesische Modelle im Verkehr, Peugeot und Renault machen Werbung auf Plakaten und am TV, erfolgreich. Der Hingucker: Die Vermutung, dass die Abstinenz von Opel in Nordamerika mit dem Mutterhaus GM zu tun hat, scheint sich hier zu bestaetigen. Auch hier keine Opel, doch Chevy Astra, Chevy Vectra, Chevy "Chevy", vermutlich der Corsa; die ganze Opel Palette wird als Chevrolet verkauft. Erstaunlich die Asiaten. Sehr wenig Toyota, jedoch sehr viele Nissans, viele Hondas.
Motorraeder sind nicht sehr viele zu sehen. Wann, dann in Stadtnaehe und kaum ueber 125 ccm. Was nicht heisst, dass da keine Familie darauf Platz hat. Diesen Markt teilen sich die grossen Japaner: Suzuki, Honda, Yamaha, Kawasaki. Meist diese Muehlen mit langer, schwarzer Sitzbank. Die, welche wir vom Stil her nur noch aus alten Filmen kennen, hier aber neu.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass in Mexico nicht selten mit Gas gefahren wird. Dem entsprechend ist das Tankstellen Netz ausgebaut. Benzin staatlich und daher einheitliche Preise. Peso 5.95 pro Liter in Juni 2003 fuer Standard (87er), etwas mehr fuer Premium (89er?).
Hat man Mexico nach Sueden verlassen, so sind wiederum einige Aenderungen augenfaellig. Die Benzinversorgung wird hier durch weltweit bekannte Grosskonzerne gewaehrleistet. Shell und Texaco stechen heraus, es gibt auch wieder McDonalds oder Pizza Huts am Strassenrand. Das gibt einem das Gefuehl, es sei "amerikanischer".
Die Tankstellenshops haben sehr wohl auch "westliche" Ware, die bekannten Snacks und Suessigkeiten, ueberrascht hat mich das Vorhanden sein von Red Bull. Das Angebot an diesen Shops ist aber in der Regel klein und vergleichsweise teuer. Benzin wird in Guatemala und El Salvador in Gallonen verkauft, auch wenn ansonsten das metrische System gilt. An der Grenze in Guatemala kostete das Benzin 16.25 Quetzals pro Gallone (3.78 Liter). Der Preis nimmt pro Kilometer etwa 0.01 Q ab, bis sich der Preis nach 175 Km auf etwa 14.50 QpG einpendelt. In El Salvador, offizielle Waehrung ist der USD, kostete die Gallone zwischen 1$80 und 1$85 fuer Normal (genannt "Magna"). Premium unwesentlich teurer.
In Guatemala waren wir zu wenig lange um eine Vernuenftige Einschaetzung zu machen. Einzig, keine (teuren) Europaeer, weniger Nissan, dafuer wieder Toyotas. Motorraeder auch 100 ccm, noch haeufig, Stil Enduro oder wie in Mexico.
Im wirtschaftlich etwas besser gestellten El Salvador scheint das durchschnittliche Alter der Autos tiefer zu sein. Nun sehr viele Asiaten, bei juengeren muss es wohl ein getunter Honda sein. Ebenfalls gesichtet: Datsun. Gibts die bei uns noch, gibts die ueberhaupt noch? Viele Motorraeder, auch Hubraumstaerkere, Mehrheit aber unter 600 ccm. Alle Stile ausser Supersportler, was die Strassen nicht zulassen.
Gemeinsamkeiten: a) Busse sind zur Mehrheit ausgediente amerikanische Schulbusse. In Central America bunt angemalt, sonst profillos. Der Reisefuehrer schreibt treffend: Personen ueber ein Meter achzig sollten Knieschoner tragen. b)Gerade wenn man meint, der Gestank in Mexico sei nicht mehr zu uebertreffen, der wird suedlicher des besseren belehrt. Ohne Ironie und Scherz kann ich sagen, dass ich nicht wusste, dass Automobile dermassen stinken koennen. In Staedten und Doerfern, aber auch schon hinter kleinen Kolonnen auf Ueberlandfahrten, beginnen die Augen zu brennen, ein beissendes Kratzen im Rachen und am Abend schmerzt die Lunge, als haette man zu viel geraucht. Einmal in El Salvador, es ging leicht aufwaerts, konnte ich nicht ueberholen, weil ich durch die schwarze Wolke, die da aus dem Auspuff kam, schlicht und einfach nicht nach vorne sah!
Bullen auf Motorraedern (z.T. zu Zweit), bei Strassensperren in Guatemala und
Honduras fast ausschliesslich Toyota und Nissan. Benzinpreis extrem hoch, ca 42.50 Lempiras pro Gallone (2$50), Strassen +/- i.O.
Nicaragua ebenfalls asiatisch. Benzin ca 33.50 Cordobas per Gallone(2$25). Strassen von Guatemaule bis Hauptstadt extrem sclecht. Krater von Schlaglöchern. Dann von Managua bis Leon perfekt. Benzin in Hauptstadt etwas guenstiger. Oberschicht faehrt ab auf SUV's.
Costa Rica: Viel Toyota und Nissan, Isuzus, Mitsubishis, und Suzukis auf den Strassen. Suedosten viele kleiner Jeeps. Deutsche Modelle nur Mercedes und BMW, aber wenig da extrem teuer. Motorraeder hauptsaechlich Yamis, kleine. Moto Boutique in San Jose. Freakladen fuer Motocross; ein Sport der hier populaer ist. Laden in der Avenida 2, parallel zu Paseo Colon. Breite Auswahl an Pirelli Reifen, günstig. BMW Toeffs fast keine, beliebt jedoch auch KTM, da Service die einheimischen machen koennen. Strassen in Costa Rica gut, resp. gut geflickt. Benzinpreise landesweit in etwa die gleichen, um die 240 Colones pro Liter, was ca. 60 US Cent entspricht (07.2003). Tankstellen ungewohnt lottrig und nicht so modern und ueberragend wie noerdliche Nachbarlaender, vermutlich weil aelter.
Panama wieder hoerhere Tankstellendichte als Costa Rica. Die bekannten internationalen Marken vertreten. Benzinpreis fuer Power Plus (91 Oktan, auch Regular genannt) an der Grenze und die nördlichen 200 km 2$15 die Gallone (ca. 80 bis 90 Rappen p.L.). Danach um die 1$80 pro Gallone. Power Premium (95er) unwesentlich teurer.
Strassenbild auch hier dominiert von asiatischen Modellen, allen voran Toyota, gleich danach Mitsubishi, mit Topmodell Lancer. Endlich auch wieder grosszylindrige Motorraeder. (Haupt-)Strassen in gutem Zustand. Was ist das coolste in Zentralamerika, abgesehen von meinem Detroit Red Wings Cap? Die Vollverdunklung vieler Autos. Ob matt schwarz oder mit Spiegeleffekt, die dunklen Scheiben machen Eindruck und wenns dunkel ist, also nach 18 Uhr, wird im Zweifelsfall etwas mehr gehupt. Die Fussgaenger haben keinen Vortritt, auch auf Fussgaengerstreifen nicht, so sind diese ohnehin kein Problem, wenn man sie nicht sieht...
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