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jazz -Am 8.07.03 ging es also, erneut mit nur wenig Gepaeck und dem Bus, nach Quepos (CR) an den Pazifik. Die Fahrt ging ueber gut 200 km und dauerte 4 Stunden. Die Landschaft huegelig und ueberall Wald, die Strassen eng und voller Schlagloecher. Im Bus viel Gedraenge, viel Wind, da alle Fenster offen und hoher Lautpegel, da vorne das Radio so laut scheppert, dass auch der Passagier in der hintersten Reihe noch mitsingen kann. Hier in Zentralamerika toent die Musik lauter aus den oeffentlichen Bussen als aus den privaten Autos! Kraeftig durchgeschuettelt, aber munter, kamen wir in Quepos an. Gesund leider nicht ganz, den Phil murkste seit 2 Tagen an einer Erkaeltung herum (bei mir kam das dann mit 2 Tagen Verschiebung). So kam es denn, dass ich am naechsten Tag, am morgen um 6.45 Uhr, alleine loszog, den Bus nach Manuel Antonio nahm (10 min) und bereits um 7.00 Uhr ganz alleine, mit ein paar Hunden, den Strand geniessen konnte. Mit einem Boot ging es an den Eingang zum Nationalpark. Da ich die erste Besucherin im Park war und das Eintrittsgeld nicht ganau hatte, bekam ich mein Retourgeld in Muenzen. Das Kleingeld in Costa Rica ist sehr gross und schwer (nichts unter einem 2 Fraenkler) und so musste ich bei meiner 1.5 stuendigen Wanderung durch den Wald immer wieder meine Hose hochziehen! Ich sah, und fotografierte, wunderschoene Pflanzen, farbige Blueten und vor allem traumhafte Buchten- menschenleer! Als ich wieder aus dem Nationalpark Richtung Dorf lief, da kamen sie, die Touristen. In Bussen, Autos und den typischen Tourismokleinbussen. Ich setzte mich an den Strand, schaute dem Treiben zu, liess mir eine Kokosnuss frisch von der Palme holen (der junge Mann war nicht anders abzuwimmeln...) und genoss Sonne, Wellen, Sand- das (ferien-) Leben! Gegen Mittag ging ich zurueck nach Quepos und verbrachte den Nachittag zusammen mit Phil im Hotel, im Internet und am Hafen von Quepos. Wir trafen weder die Berner, noch den Bekannten von Phil, sondern genossen den Luxus des Hotels (Heiss Wasser, A/c und Cable TV) und hofften auf Gesundung. Am naechsten Tag ging es zurueck nach San Jose in unsere Strasse, unser Hotel, in unsere Baeckerei. Es tat gut, von den Menschen dort mit dem ¨Dich kennen wir doch Laecheln¨ begruesst zu werden. Am 11.07.03 konnten wir unsere Bikes vom Service abholen. Als wir ankamen um 9.00 Uhr, standen sie aufgebockt auf dem Hauptstaender, frisch gewaschen, mit den Helmen am Rueckspiegel und der Rechnung am Sattel fuer uns bereit. Tip-Top! Wir versicherten uns, dass wirklich gute Arbeit geleistet wurde und waren erfeut ab der tiefen Rechnung: bei Phil's Bike liessen wir den 20'000km Service machen, die Kette und das Zahnritzel sowie den Benzinfilter ersetzen. Kosten: 460 US$. Bei meinem Bike war ebenfalls der 20'000km Service gemacht, der Luftfilter wurde ersetzt und die Lambdasonde geflickt. Kosten: 160US$ (meine Kette muesste auch erneuert werden, sie hatten aber nur eine an Lager). Von hier aus ging es quer durch die ganze Stadt zum Pneuhaendler, den wir am Vortag in einer 3stuendigen Suchaktion ausfindig gemacht hatten. Dort wurden meinem Bike innerhalb 1 Stunde vorne und hinten ein Pirelli MT60 aufgezogen. Kosten total mit Kettenspray: 93 US$. Dann wieder quer durch die ganze Stadt zurueck zum Hotel. Die Bikes verbrachten die letzte Nacht in San Jose im Parking gleich neben dem Hoteleingang.
Am 12.07.03 verliessen wir San Jose und fuhren auf der Panamericana nach Paso Canoas, an die Grenze zu Panama. Diese Strecke fuehrte uns ueber den hochsten Pass, den ich bis anhin mit einem Motorrad gefahren bin: 3350 Meter hoch! Es war ein herrliches Gefuehl, endlich wieder km fahren zu koennen, auf guten Strassen, in schoenster Landschaft, trotz dem starken (aber kurzen) Regen mit den neuen Pneus wieder gut auf der Strasse zu haften und ueberhaupt, nichts mehr rumpelte und vibrierte... unsere Bikes liefen wie geschmiert. Was bei meinem Bike vor dem Service ab 3000 Touren zu Vibrationsgeraeuschen fuehrte weiss ich jetzt auch. Mir ist unter einem der Seitentanks die Halterung fuer die Federvorspannungseinstellung abgebrochen (ja, ja, ich gebs ja zu, der Toeff viel mir mal um...). Eben diesen Drehknopf haben wir nun mit Plastikbrieden und Tape am Tank befestigt- geht ja.
Der Grenzuebertritt, auf welchen wir ehrlich gesgat recht nervoes waren und auch etwas vorsichtig, wenn nicht pessimistisch in unseren Erwartungen was die Dauer bertrifft, entpuppte sich als der Schnellste Zentralemerikas. Am Sonntag, 13.07.03 nahmen wir ihn in Angriff. Es dauerte gerade mal 2h und wir hatten in Panama freie Fahrt auf noch besseren Strassen als in Costa Rica. So kam es, dass wir an unserem urspruenglichen Tagesziel David vorbeifuhren bis Santiago. Dort verbrachten wir eine Nacht und erreichten am 14.07.03 via America Bruecke ueber den Panamakanal die Hauptstadt Panama City! Exakt auf dieser Bruecke, 3 spuhrig in jede Richtung, keine Mittelplanke und extrem viel Verkehr, natuerlich keinen Pannenstreifen, auf dieser Bruecke also verlor Phil einen seiner Boxendeckel (weil er ihn vergass richtig zu verschliessen). Es war ein gefaehrliches aber notwendiges Unterfangen, diesen Deckel wieder zu haben. Was soll ich sagen, die Panama-Autolenker mochten kraeftig hupen und unser Boxendeckel, nach einigen Tonnen Gewicht, gleicht nun eher einer Metallplatte... aber mit etwas Tape laesst sich die Box noch recht gut damit verschliessen.
Heute ist der 18.07.03. Unsere Bikes sind unterwegs nach Quito, Ecuador (via Bogota, Columbien). Kosten: 2 Telefonate, Fahrt zum Cargo Flughafen, Demontage der Batterie und der Rueckspiegel, entleeren der Tanks (was wir nicht ganz einhielten..) in 70 Minuten und dann 2h warten, damit wir mit Karte bezahlen konnten: 1124US$ total. Wir werden den Bikes morgen, Samstagabend nachfliegen. Kosten: ein Besuch bei Copa Airline 15 min von unserem Hotel, 20 Minuten warten und 620 US$ total.
Panama City ist die einzige Hauptstadt von Zentralaerika die ich kenne, wo Hochhaeuser stehen, wo es Bankenviertel gibt, Shopping Streets, eine erklaerte Altstadt sowie eine gepflegte Meile Strandpromenade. Eine Cosmopolitan City. Viele Busse, viele Menschen und diese erlebe ich viel freundlicher, herzlicher und hilfbereiter als die Menschen in Costa Rica. Dafuer hatte die Natur auf unserer Fahrt bis hierhin in Panama weitaus weniger zu bieten als die in Costa Rica.
18.07.03. Phil und ich geniessen unsere letzten Stunden in Zentralamerika, schauen uns die Stadt an, gehen shoppen, spazieren und geniessen die heisse Dusche im Hotel, den TV und das Internetcafe um die Ecke. Der naechste Bericht dann vom neuen Kontinent: Suedamerika!
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