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jazz - Am Mittwoch, 14.1.04 geht es nach einem entspannenden Tag mit einer Velofahrt durch Luxor und einer spontanen Baeckereibesichtigung in dessen Zentrum aus eben dieser Stadt heraus, weiter mit Polizeikonvoi nach Hurgada. Ein wenig spannend wurde es noch, weil mein Vorderreifen fast platt war, als wir das Luxusmoevenpick kurz vor 8 Uhr zum Konvoitreffpunkt verliessen. Nahe der einzigen Tankstelle in der Stadt fanden wir Luft. Und diese haelt sich bis heute in meinem Pneu. Da hat wohl einer aus Freude an der Lust etwas gelueftelt! Aergerlich zwar, aber Hauptsache keinen Platten (waere uebrigens erst der dritte auf insgesammt ueber 110'000 gefahrenen km!). Puenktlich um 8 Uhr ging es dann los mit dem Konvoi, all den Cars, Taxis und Minibussen mit ueber 100kmh durch die Wueste und entlang der echt kurvigen Kuestenstrasse nach Hurgada. Wir machten viel zu wenige Pausen, angesichts der Temperaturen (es war kalt) und der geforderten Konzentration bei diesem Tempo in Kolonne zu fahren, wo sogar noch ueberholt wird... . Dementsprechend fertig waren wir, als wir bereits kurz vor Mittag im 320km entfernten Hurgada ankamen. Muehsam war die Hotelsuche in diesem Tourisort, wo kein Gast mit dem eigenen Fahrzeug kommt und die Hotels also keine Parkplaetze haben und keiner nur eine Nacht bleiben will sondern alle Angebote auf mind. eine Woche ausgelegt sind. Wir waehlten ein teures Hotel, wo zu unserem Pech weder Service, noch Freundlichkeit, noch die Sanitaeranlagen, sprich die ersehnte heisse Dusche, funktionierte. Voellig genervt und gestresst ging es am naechsten Tag weiter, ohne Konvoi, bis zur ersten Polizeikontrolle nach etwa 30km, wo wir dann 4 Stunden auf den Konvoi warten mussten, mit dem wir weiterfahren konnten, Richtung Kairo. Egypten ist wirklich kein Land fuer Individualtourismus! Noch auf dieser wiederum sehr rasanten Fahrt entschieden wir uns, Kairo auszulassen. Die Stadt hat einen schlechten Ruf unter Motorradfahrern, wir haben genug von Egypten und unsere Motorraeder machen es bestimmt auch noch bis in die Tuerkei fuer den Service. Es folgte eine weitere Nacht in einem Ferienresort, teuer, aber diesmal stimmte die Leistung perfekt. Am Freitag, 16.1.04 fahren wir frei von Konvoi und Polizeikontrollen nach Suez, etwas noerdlich dieser Stadt dann unter dem Suezkanal hindurch auf die Halbinsel Sinai. Es wurden an dem Tag total 440km bei kuehlen Temperaturen und fuer mich eine unvergessliche Etappe bis ins Feriendomizil Sharm el Sheik. Unvergesslich weil nicht gerade angenehm. Waehrend der nicht sehr anspruchsvollen Fahrt auf den geraden Kuestenstrassen in angenehmen Tempo holte mich das Erlebte der vergangenen Wochen ein. Erloest vom Druck der Unsicherheit (was esse ich, wo schlafe ich) in einem Feriengebiet wo es ploetzlich wieder alles gibt, frei von staendigen Kontrollen und Polizeibegleitung bewaffnet bis auf die Zaehne, fiel alles an Anspannung, Nervositaet, Angst und Stress von mir ab. Dies hatte zur Folge, dass ich Raum und Zeit und endlich auch mal wieder Platz fuer ein Gefuehl fuer meinen Koerper erhielt. Und da merkte ich, dass es meinem Koerper gar nicht gut geht. Ein kurzer besuch im Spital in Sharm el Sheik und ein 3 taegiger Aufenthalt am selben Ort waren die erste konsequente Folge. Ich brauchte Ruhe und Entspannung. Sharm el Sheik und der Ferienresort Delta Sharm, sowie Phil sorgten dafuer, dass es mir bald besser ging.
Am Montag, 19.1.04 ging unsere Fahrt weiter nach Nuweba. Gemuetlich wollten wir den Rest der Reise angehen, und so starteten wir locker um fast 10 Uhr und kamen gegen 14 Uhr in der 220km entfernten Hafenstadt Egyptens an. Wir durchfuhren herrliche Wuestenlandschaften, ohne Konvoi, ohne Polizei, ohne Probleme. Es war einfach herrlich! Am Hafen, wir wollten uns eigentlich nur erkundigen, wann die Faehre am naechsten Tag nach Al Aqabah, Jordanien, ablegt, ging ploetzlich alles ganz schnell. In knapp 2 Stunden erledigten wir die Ausreise der Bikes und von uns (Einreise dauerte mit extakt dem gleichen Prozedere, den selben Formularen 3 Tage), ergatterten uns Tickets und fanden uns um 16.45 auf der gerade losfahrenden Faehre wieder, auf welcher uns zwei Berner Paerchen erzaehlten, sie seien seit 10 Uhr am Hafen um alle Formalitaeten von der Tourist Police fuer sie und ihr Fahrzeug erledigen zu lassen...
Zusammen mit den sympathischen Bernern erledigten wir um 21 Uhr Nachts die Einreise von Personen und Farzeugen in Jordanien, loesten die Versicherung fuer letztere ein und suchten ein Camp in der Naehe des Hafens. Phil und ich schliefen um kurz nach 23 Uhr muede, aber zufrieden aus Egypten raus zu sein, in einem Beduinen Holzverschlag mit Strohdach ein. Am selben Ort verbrachten wir auch die naechste Nacht, nachdem wir einen Tag in der Stadt Al Aqabah, Jordanien verbrachten. Das Land, bzw. die Stadt ueberraschte uns sehr! Hier gibt es alles. Wir sind nun total ohne Karte und Reiseliteratur unterwegs und erwarteten in Jordanien nochmals Zustaende wie etwa in Zambia. Doch nichts da. Grosse, gut gebaute, schoene Haeuser. Breite Strassen, dreispurig mit Mittellinie, Beleuchtung und Gehsteig. Einkaufszentren mit Waegeli, Kassen und Preisen mit Strichcode, 24h offen. Viele Menschen hier sprechen Englisch, es gibt Internet, Taxis und Busse.
Beruhigt und erfreut ueber diese Situation fuhren wir nach einer heissen Tasse Tee mit pflueckfrischer Minze am Lagerfeuer mit unserem Beduinen und von Meeresrauschen begleitet am 21.1.04 weiter nach Petra. 160km felsige Wuestenlandschaft, kuehle Temperaturen und ganz ohne angehalten zu werden auf z. T. 4 spuriger Autobahn! Petra ist ein bekannter Touristenort in Jordanien (der Tempel im Fels) und bot uns daher wie Al Aqabah einfach alles, was wir ausgehungerten Wuestentouristen brauchen: Hotel, Gemueseladen, Fladenbrotbaeckerei und Internet.
Am Donnerstag, 22.1.04 dann weitere 244km bis in die Hauptstadt Amman. Hier fahren wir bei weiterhin kuehlen Temperaturen und Regen erst etwa eine Stunde im Baustellenstau der Umfahrung und suchen dann in dieser grossen Stadt, fuer welche wir keine Karte besitzen, dafuer die gute Nase Phils, ein Hotel. Vis a vis des Fussballstadions lassen wir uns nieder- fuer 8 Tage. Das war natuerlich nicht geplant, und auch das Unwetter, das in den folgenden Tagen mit Sturmboeen, viel Regen und einem unangenehmen Temperatursturz ueber Amman zog, war nicht der einzige Grund fuer diesen langen Aufenthalt. Mir ging es nochmals ziemlich mies. Ich habe mir eine Erkaeltung der Rippen-, Brust- und Atemwegsmuskulatur eingefangen, damals vor Sharm el Sheik. Diese Erkaeltung hielt sich hartnaeckig und erschreckte mich immer wieder. So hatte ich starke Schmerzen beim Atmen und Schlucken, ein Stechen in der Brust, Atemnot, war muede... Kurz, ich war am 4. Tag in Amman nochmals im Spital (Spital ist viel einfacher als Arzt) und liess nochmals abchecken, ob nicht doch eine Lungenentzuendung vorliegt (das Herz liess ich mir in Sharm el Sheik schon checken). Nichts da, beruhigte mich der Artz in der Notaufnahme. Alles ok. Ich fuehlte mich zwar gar nicht nach "Alles ok", doch irgendwie vetraute ich auch diesem Arzt und cremte weiterhin Voltaren ein, schluckte Antierkaeltungstabletten, huetete das Bett und trank fleissig heissen Tee. Phil hingegen musste bei der Polizei unsere
Motorradversicherung verlaengern gehen, einkaufen, ins Internet und ueberhaupt er kochte mir Tee, sorgte fuer mich und beruhigte mich, wenns mal wieder heftig stach. Ich danke Dir!
Waehrend der langen Tage im Bett in Amman hatte ich natuerlich unendlich viel Zeit, mir unsere Reise und das viele Erlebte nochmals durch Kopf, Herz, Nieren und Mark gehen zu lassen. Ich gebe zu, auch das fuehrte zum einen und anderen Stechen in der Brust, dem hohen Puls und etwas Atemlosigkeit.. . Meine Guete haben wir viel erlebt! Glueck gehabt, Pech, Freude und Leid. Alles! Und Gedanken an zu Hause? Unterschiedlich. Mal dachte ich, dass ich es nicht mehr schaffe, mal war ich mir sicher, am naechsten Morgen genug fit zu sein. Ich schmiedete Einkaufsplaene (ich freue mich aufs Shoppen und auf den Coiffeur!), dann ueberlegte ich wieder, was es fuer die Empfangsparty alles braucht und dann hatte ich auch wieder das Gefuehl, dass es eine Party, ein Empfang nie geben wird: ich habe hier noch 3 Monate meine Erkaeltung... Ein Auf und Ab bis es am Donnerstag 29.1.04 endlich weiter ging.
90km machten wir an diesem Tag. Ich fuhr zugegeben mehr oder weniger wie in Trance, hatte Muehe, mich auf dem Motorrad zu halten. Doch das Ziel, aus Jordanien aus zu reisen war staerker als die Vernunft- und sollte noch lange anhalten. Denn nachdem die Ausreise relativ zuegig wenn auch nochmals teuer von statten ging, so warteten wir im Niemandsland, am Schalter zur Einreise nach Syrien, geschlagene 12 Stunden. Jawohl, 12 Stunden. 12 Stunden sind immer lange, von 7 Uhr bis 19 Uhr, von 9 Uhr bis 21 Uhr oder, wie wir es erlebten, von 11 Uhr bis 23 Uhr. Doch wir sind absolut selber schuld. Denn wir sind tatsaechlich ohne Visum einfach an die Grenze gefahren. Es ist uns heute noch ein Raetsel, wieso wir das Visum nicht in Amman eintrieben. Faulheit? Ein "Nein ich will jetzt keinen Botschaftsaerger"? Daran gedacht haben wir ja noch. Nur gemacht, gemacht haben wir es nicht... . Die Wartezeit verging mit Beobachten der anderen Reisenden. Hauptsaechlich Maenner. Manchmal, da gerade Wochenende, auch ganze Familien. Die Frauen bleiben oft im Fahrzeug. Muessen sie doch selber an den Schalter, dann oft nur Vollverschleiert. Gereist wird fast immer im Taxi, selten im Privatauto und noch seltener im Bus. Waehrend ich Jordanien als sehr entwickeltes, fortschrittliches Land erlebt hatte, dessen Wirtschaft funktioniert, der Tourismus eine gute Einnahmequelle zu sein scheint und die Menschen gut gebildet sind, ahne ich an der Grenze zu Syrien schon, dass es hier nochmals anders kommt. Die Fahrzeuge alt, die Kleidung der Menschen, die Stellung der Frau, die Fassaden der ersten Haeuserreihe der ersten Stadt drueben in Syrien. Als um 16 Uhr die Sonne langsam unter geht wird es kuehl. Wir erfahren, dass die Zollbeamten noch immer keine Antwort der Botschaft in Damascus haben, ohne die es den Stempel nicht gibt. Zur Aufmunterung wird uns im Buero des Oberst heissen Tee serviert und wir verfolgen eine tonlose Sendung auf dem kleinen TV in der einen Ecke des ansonsten kleinen und kargen Raums. Ploetzlich hoerten wir Maschinengewehrsalven. Ganz verdutzt und nicht wenig erschrocken schauen Phil und ich uns an und dann zu unserem Oberst, der erst genuesslich seinen Tee fertig schluerft und uns dann in aller Ruhe, wenn auch mit einem etwas verlegenen Laecheln erklaert: "Oh, that's only bad habit. They have fun. Probably a wedding or something like that. You know, Palaestina is far away." Und nippt gemuetlich an seinem Tee weiter. Mulmig wird mir, und ich fuer meinen Teil finde, dass Israel und Palaestina ploetzlich ganz nahe sind, hier an der Grenze zwischen Jordanien und Syrien, wo ich seit Stunden im Niemandsland auf mein Visum warte.
Das dauere noch bis 21 Uhr, meint unser Oberst gegen Fuenf Uhr Abends. Dann hiess es 22 Uhr und um 23 Uhr hatten wir dann schliesslich den Stempel und die Einreise nach Syrien im Sack. Ich war nuddelfertig, hatte kalt und heiss gleichzeitig und wusste weder wie stehen, noch sitzen, geschweige denn Motorradfahren- im Dunkeln ohne Licht (kaputt). Irgendwie schafften wir es in die Stadt, fragten einen Taxifahrer nach einem Hotel und fuhren ihm dahin nach. Es war 23.30 Uhr als wir die Lichter loeschten.
Gut 500km fahren wir am Freitag und Samstag, 30./31.1.04, durch Syrien hindurch. Das Fahren und vor allem das Vorwaertskommen steht deutlich im Vordergrund. Nicht zuletzt deshalb, weil der Eindruck an der Grenze von Syrien nicht getaeuscht hat. Das Land hier ist nochmals deutlich aermer und konservativer als der jordanische Nachbar. Es gibt keine Einkaufszentren, nur wenig Angebot in den kleinen Shops am Strassenrand. Die Haeuser oft zerfallen. Damascus durchfahren wir, in Aleppo wollen wir eigentlich uebernachten- doch mit dem Motorrad ist diese Stadt einfach der absolute Horror. Es gab auf der ganzen Reise noch keinen Tag, keine Woche, wo wir beide so oft fast ueberfahren wurden wie diese 2 Stunden im Stossverkehr durch Aleppo. Zudem war die glitschige Strasse stellenweise nass und lud mich natuerlich fuer einen sanften Hinleger mitten in einem Marktquartier irgendwo nahe einer riesen Ruine ein ... . Nichts wie raus aus dieser Stadt und raus aus diesem Land. Getrieben von Regenwolken, rasenden Lastwagen und begleitet, wie schon durch ganz Syrien, begleitet von agressiven Gehupe der anderen Verkehrsteilnehmer Syriens. Mag sein, dass Syrien bei mir Wetterbedingt, Gesundheitsbedingt und einfach angesichts der Tatsache, dass ich genug Abenteuer habe, genug Armut sah und mich nach Migros, Spannteppichboeden und Geranien an den Balkonen putziger Einfamilienhaueschen sehne, dass Syrien bei mir zu schlecht wegkommt. Wobei ich die Menschen auch in diesem Land als sehr hilfsbereit und warmherzig erlebt habe und mich auch die Landschaft mit den goldfarbenen Sandsteingebirgen mit den Schneekuppen tief beindruckt haben und mir dies in guter Erinnerung bleiben wird.
Nachdem wir sowohl bei der Ausreise Syriens wie auch bei der Einreise der Tuerkei (gratis!) extrem bevorzugt behandelt wurden, reisten wir also am 31.1.04, abends um 16 Uhr in die Tuerkei ein. Gerade noch ohne Regen, doch auf nasser Strasse fuhren wir ins erste Dorf, Kirikhan. Dort zeigte uns ein Mofafahrer ein Hotel, das einzige in diesem engen, chaotischen und gut belebten Bauerndorf, und organisierte uns einen Motorradparkplatz der Sonderklasse: bei der Fuerwehr persoenlich stellten wir die Bikes unter. Beruhigt lauschten wir wenig spaeter dem naechtlichen Gewitter, krochen noch etwas tiefer in den warmen Schlafsack, uebersahen die Schimmelwaende des Hotels, vermissten weder die nicht vorhandene Dusche noch stoerte uns der laute TV des Wirtes im Nebenzimmer. Alles egal- wir sind in der Turkei, ich bin auf dem Heimweg, schon fast in Europa!
In den naechsten 6 Tagen folgten 1400 Kilometer entlang der Mittelmeerkueste der Tuerkei: wunderschoene Etappen bei herrlichem Sonnenschein, milden Temperaturen, super ausgebauten Strassen, wenig Verkehr, rechts schneebedeckte felsige Berglandschaft und zur linken die teils felsige, dann wieder sandige Kueste. Die Strasse kurvig und huegelig und ueber 100erte von km wirklich bis zu 2m nahe dem Meer. Einfach traumhaft! Die Menschen lieb und interessiert- und oft sprechen sie einem in Deutsch an; vor allem die Kinder!
In Antalya legten wir eine 2 taegige Pause ein und liessen uns beim offiziellen BMW Mech einen Oelwechsel machen, flickten mein Vorderlicht, den Schalter von Phils Griffheizung, meinen Anlasserknopf und schweissten Phils Rueckspiegel wieder an. Ein gutes Gefuehl, wenigstens diese Reparaturen gamacht haben zu koennen. Und gewaschen sind sie auch wieder, unsere Guten! Sehen fast aus wie neu- wenn man das viele rote Tape uebersieht... . Weiter ging es entlang der traumhaften Mittelmeerkueste mit den romantischen, grossen und gut erhaltenen Burgen auf Felsvorspruengen, kleinen Inseln nahe dem Festland oder zuoberst auf einem der imposanten Berge. Wir uebernachteten in einfachen Pansionen, benutzten die Privatkueche der Eigentuemer (unser Kocher machts nicht mehr, wir haben kein beifreies Benzin mehr), unterhielten uns mit Hand und Fuss Sprache mit den meist sehr einfach lebenden aber sehr froehlichen und zufriedenen Tuerken. Einmal sahen wir uns sogar zusammen mit der Wirtin, ihrem Bruder (Schafshirt) und einem weiteren Gast in der mit Holzofen geheizten, engen Stube eine tuerkische Komoedie am kleinen TV an, tranken Tee und assen tuerkische Pralinees. Keiner verstand die Sprache des anderen und doch war dieser Abend sehr unterhaltsam! Am Freitag, 6.2.04 kamen wir in der Hafenstadt Marmaris an. Hier erfuhren wir, dass die Faehre nach Rhodos erst am Dienstag faehrt und eigentlich auch viel zu teuer ist. Doch wir entschieden uns trotzdem, das Schiff zu nehmen: Richtung Norden wirds hoechstens kaelter und mit unseren Bikes muessen langsam aber sicher sehr vorsichtig fahren: Phils Hinterbremse ist noch immer nicht ersetzt und daher unbrauchbar und unsere Pneus ziehren unsere Raeder seit Kapstadt, bzw. Nairobi und zeigen gar nicht mehr viel Profil... . Und es gibt schliesslich schlimmeres, als in einer netten Hafenstadt bei Sonnenschein und milden Temperaturen 4 Tage auf ein Schiff zu warten! Wir gehen ins Internet, lassen (endlich) mal wieder unsere Kleider waschen (das letzte Mal mit Maschine, das war, Moment, das ist so lange her, das behalte ich besser fuer mich), gehen einkaufen und spatzieren. Badeferien wuerde ich an der Mittelmeerkueste der Tuerkei genau so wenig empfehlen, wie Individualtourismus in Egypten oder Syrien. Doch wer gerne entlang einer Kueste faehrt, der ist in der Tuerkei genau richtig. Und wegen Egypten; dieses Land und seine Schaetze werde ich mir ganz bestimmt noch anschauen gehen- doch gefuehrt und organisiert mit Tui oder Rewireisen. Auch nach Syrien wuerde ich nicht ohne Reisegruppe- das Land ist nicht auf Tourismus ausgerichtet (ganz im Gegensatz dazu Jordanien, da will ich unbedingt nochmals hin, Fliegen und dann Auto mieten oder so), aber Syrien, dass kann anstrengend werden: viel Suchen, Warten, Fragen und ohne Arabisch gehts sowieso nur sehr schlecht! Schade eigentlich, denn Land und Leute Syriens sind eine Reise allemal wert!
Am Dienstag, 10.2.04, unserem 302ten Tag auf Reise (!) nehmen wir die Faehre von Marmaris rueber nach Rhodos, Griecheland. Ich muss kaum erklaeren, wie froh ich bin, dass Euroopa so nahe ist, wie lange nicht mehr. Und glaubt mir, Erkaeltung hin oder her, diese Tatsache haben Phil und ich munter befeiert!
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